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Jugendkonferenz 2026: Junge Menschen gestalten die Zukunft des Landkreises Gifhorn mit

Wie sieht gute Mobilität für junge Menschen aus? Welche kulturellen Angebote fehlen im Landkreis? Und was braucht es, damit Jugendliche ihre Ideen noch besser einbringen können? Mit diesen Fragen beschäftigten sich zahlreiche Jugendliche gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Jugendarbeit bei der diesjährigen Jugendkonferenz des Landkreises Gifhorn.

 

Nach der Begrüßung durch den Landkreis und einer Einführung in den Ablauf der Veranstaltung stand zunächst ein Einblick in aktuelle Projekte der Kreisjugendförderung und des Kreisjugendrings auf dem Programm. Vorgestellt wurden unter anderem das Projekt „Jugendliche erklären Erwachsenen die Welt“, der geplante Förderfonds für Jugendprojekte, die Jugendbühne beim „Unser Aller Festival“ sowie die Planungen für ein selbstverwaltetes Jugendcafé in der Gifhorner Innenstadt.


Mobilität bleibt das zentrale Zukunftsthema

Im ersten Themenschwerpunkt drehte sich alles um Bus und Bahn im Landkreis Gifhorn. Nach einem fachlichen Vortrag zum öffentlichen Nahverkehr diskutierten die Jugendlichen offen über ihre Erfahrungen im Alltag. Besonders häufig wurden lange Fahrzeiten, unzureichende Taktungen, überfüllte Schulbusse und fehlende Freizeitverbindungen angesprochen.

In Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden zahlreiche Ideen, wie Mobilität künftig jugendgerechter gestaltet werden kann. Dazu gehören unter anderem:

  • bessere Busverbindungen auch außerhalb der Schulzeiten,
  • ein Ausbau von Flexo-Bussen und Ruf-Taxis,
  • Eventbusse für Freizeitveranstaltungen,
  • sichere und schnelle Fahrradverbindungen,
  • regionale Mitfahr-Apps sowie
  • mehr Beteiligung junger Menschen bei der Verkehrsplanung.

Deutlich wurde: Gute Mobilität bedeutet für Jugendliche Freiheit, Selbstständigkeit und die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Als Ergebnis der Diskussion soll nun gemeinsam mit dem Landkreis eine „Zukunftswerkstatt Mobilität im ländlichen Raum“ entwickelt werden. Ziel ist es, Jugendliche, Politik, Verkehrsunternehmen und weitere Akteur*innen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam praktikable Lösungen für die Mobilität der Zukunft zu entwickeln.

 

Jugendliche wünschen sich mehr Kulturangebote

Im zweiten Schwerpunkt stand die Jugendkultur im Mittelpunkt. Die Jugendlichen sammelten Ideen für Veranstaltungen, die sie sich im Landkreis wünschen. Genannt wurden unter anderem Kreativ-Workshops, Technik- und Zukunftsmessen, Sportangebote, Club-Events, Holi-Festivals oder Veranstaltungen mit bekannten Persönlichkeiten.

Auch bestehende Angebote wie das Unser Aller Festival, Open Stages, Jugendtreffs oder Veranstaltungen am Tankumsee wurden positiv hervorgehoben.

Darüber hinaus entstand eine umfangreiche Ideensammlung mit weiteren kreativen Vorschlägen – von Gaming-Events und Cosplay-Treffen über Konzerte bis hin zu queeren Kulturveranstaltungen und Festivals. Die Ergebnisse sollen in die zukünftige Planung jugendkultureller Angebote im Landkreis einfließen.

 

Beteiligung wirkt

Die Jugendkonferenz hat erneut gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen zuzuhören und ihre Perspektiven ernst zu nehmen. Die zahlreichen Ideen, Anregungen und Diskussionen liefern wertvolle Impulse für die zukünftige Entwicklung des Landkreises Gifhorn.

Der Kreisjugendring Gifhorn und die Kreisjugendförderung bedanken sich herzlich bei allen Jugendlichen, den Referierenden sowie den Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung für den offenen Austausch und die engagierte Mitarbeit. Gemeinsam soll nun daran gearbeitet werden, möglichst viele der eingebrachten Ideen Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen.